Beno Kehl traff das Engeli immer wieder auf der Strasse. Bild von 2008 Trotz ihrer Sucht erinnert sie uns wie ein Engel an unsern Kernauftrag:
Bring uns Hoffnung...
Bring uns Hoffnung...
Bring uns Hoffnung...

Aus der Hoffnung auf Um-, Aus-, Ab- und Aufstieg ist inzwischen folgendes Angebot gewachsen:
- Wohngruppen im Haus Zueflucht
- Mittagstisch
- Hygienestation
- Kleidertausch
- Waschmöglichkeit,
- free Internet im Kaffee Zueflucht
- Anlaufstelle, Lebenshilfe, Coaching
- Imkerei
- Prävention
- Aufsuchende Gassenarbeit
- Vorträge, Referate
- Ausbildungsplätze
- und anderes, Hilfe beim Zügeln usw.

wir bieten alles kahnumässig an, d.h. kostenlos-aber-hoffentlich-nicht-umsonst. Dies gehört zur Franziskanischen Lebensausrichtung. Der hl. Franziskus sagte, erst wenn wir gearbeitet haben und der Lohn den wir bekommen nicht reicht, dürfen wir betteln. Gearbeitet wird hier viel, doch ohne zahlreiche Spenderinnen und Spender könnten wir die wertvollen Dienstleistungen nicht anbieten. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die uns diese Arbeit ermöglichen.

Bring uns Hoffnung, sagte die Drogenabhängige mit dem Namen Engeli drei mal zu Beno Kehl. Nach über 10 Jahren Gassenarbeit entstand am 2. Okt. 2000 der Verein Franziskanische Gassenarbeit. Der Zweck wird in den Statuten wie folgt beschrieben:

Der Verein ist gemeinnützig und dient vor allem Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Insbesondere jenen Menschen, welche auf der Gasse anzutreffen sind.

Gemeinsam mit Betroffenen suchen wir nach neuen Lebensperspektiven. Dabei orientieren wir uns am franziskanisch geprägten Menschenbild, das uns lehrt, jedem Menschen immer wieder neue Chancen zu ermöglichen.  

                       
So suchen wir mit  ihnen Hoffnung und Perspektiven durch:

  • Umstieg:  von einem Leben auf den Gassen der 
                            Welt in ein Leben, wo wir (auch in uns)
                            zu Hause sein können.
  • Ausstieg: aus einem Leben, das von Armut, Sucht,
                            Gewalt und Verwahrlosung geprägt ist, hin
                            zu einem Leben, das von (innerer)
                            Zufriedenheit und Freiheit geprägt ist.
  • Abstieg:   von unerfüllbaren Wünschen und nicht
                            finanzierbaren Lebensweisen, hin zu 
                            einem realistisch geführten
                            Lebensstandart.
  • Aufstieg: durch Weiterbildung und ganzheitliche  
                           Lernprozesse, um aus der Phase
                           von Mangel hin zur Fülle
                           der grösstmöglichen Selbstständigkeit  
                           hineinzuwachsen. 

                           (Ps. Das Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe ist
                           erreicht, wenn wir keine Arbeit mehr
                           „hätten“ weil alle frei und
                           selbständig geworden sind.)

Dieser Film, welcher Beno Kehl 2006 für die GV zusammenstellte, zeigt vieles von der Franziskanischen Gassenarbeit. Vieles hat sich verändert, aber der Kern der Not, der Sucht und der Obdachlosigkeit ist nach wie vor präsent. Aber vieles ist verdeckter, anonymer und aus dem Bewusstsein der Medien und der Öffentlichkeit verschwunden. Das wüste Bild unten rechts ist von Doris + ihr Wunsch war es dies zu zeigen, evlt. könnte sie ja jemanden durch Abschreckung von den schrecklichen Folgen der Sucht bewahren... So hätte ihre Sucht wenigstens einen kleinen Sinn gehabt.

Was wir anbieten und was wir tun

Wohngruppe: Ca. 22 Frauen und Männer in spektakulären Lebenssituationen finden hier ein zu Hause. Ab und zu ist ein Zimmer frei.

Mittagstisch: Montag - Freitag um 12:30Uhr. Anmeldung wenn möglich bis 10:30Uhr

Anlaufstelle: Beratung und Kleiderabgabe nach Absprache

Hygienestation: Waschmaschinen stehen am Dienstag zur Verfügung. Duschmöglichkeit am Dienstag und Donnerstag von 09:00 -12:00 Uhr. Kleidertausch je nach Nachfrage und Angebot. (Wir nehmen gerne gute gebrauchte Kleider entgegen)

Internet: Gratis Internetzugang Montag - Freitag 09:00 - ca.16:00 Uhr

Kaffee Zuflucht: Mittwochnachmittag. Für Austausch & Begegnung

Aufsuchende Gassenarbeit: Im Auftrag vom Haus Zueflucht sind wir auf der Gasse anzutreffen.

Bienen für unsere Zukunft: Menschen, die bei uns ein- und ausgehen, engagieren sich für unsere hauseigenen Bienen. Es gibt bei uns Honig und die Möglichkeit zur Imker-Ausbildung.

Vorträge über unsere Arbeit oder andere Themen. Wir freuen uns über jede Einladung

Präventionsarbeit: Nach Absprache halten wir Referate über unsere Arbeit (Sucht, Sehnsucht und Lebenssinn). Oft empfangen wir Schulklassen bei uns. Bei einem Präventionseinsatz erzählen dann Suchtbetroffene über ihre Erfahrungen.

Projekt Lauper: (Rund ums Haus)

Projekt kahnu & kehl: www.kahnu.ch (Rund ums Leben)

Dank Spenden und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist unser Angebot nach dem KAHNU-Prinzip (kostenlos aber hoffentlich nicht umsonst) umsetzbar.

Wir laden ein…
… zu einem gemeinsamen Essen, zu Ausflügen, zu besonderen Anlässen oder einfach zu einem persönlichen Gespräch. Wir gehen hinaus auf die Gassen, besuchen Menschen in ihrem Zuhause oder in verschiedenen Institutionen. Mittels Fragebögen möchten wir die Bedürfnisse der Klientel auf der Gasse besser kennenlernen und unser bisheriges Angebot evaluieren.

Wir begleiten…
… Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, durch ihren Alltag, bei Krankheiten, Entzug, Therapie, Spital- oder Gefängnisaufenthalt bis hin zur Beerdigung. Wir bieten Menschen in Not unbürokratische Unterstützungsmöglichkeiten durch niederschwellige Suchtberatung, Überlebenshilfe und Wohnraum an.

Wir helfen und unterstützen die Integration…
… von Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben. Durch Hilfe zur Selbsthilfe versuchen wir sie zu befähigen, selbstständig ihr Leben zu führen, einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen und wieder Anschluss an die Gesellschaft zu erhalten. Sinnstiftende Tätigkeiten können u.a. durch eine klare Tagesstruktur und die Mitarbeit in Projekten gefördert werden. Dieses Jahr halfen uns wieder einige Bewohnerinnen und Bewohner tatkräftig in unserem Bienenprojekt mit. Zudem engagierten sie sich bei der Gestaltung und Bepflanzung des Sitzplatzes.</p>

Zum Glück sind solche Bilder seltener geworden. Trotzdem sind sehr viele Menschen mit massiver Sucht konfrontiert. Wir suchen und finden immer wieder Wege mit denen die einen Weg auch gehen möchten. Viele haben es wieder geschafft ihr Leben suchtfrei(er) zu gestalten, aber viel mehr bleiben in der Sucht gefangen. Da hilft es nur, Barmherzigkeit walten zu lassen und dies Auszuhalten, ohne das Spiel der Sucht zu spielen. 

Wir klären auf…
… über unsere von Suchtverhalten geprägte Gesellschaft. Die Suchtprävention verstehen wir als Ort der Begegnung mit suchtgezeichneten Lebensgeschichten, als Persönlichkeitsfindung und Stärkung der eigenen Sozial- und Selbstkompetenzen.

Wir werden unterstützt…
… durch private Spenden, die von den Steuern abgezogen werden können. Existenzdeckende Löhne, Mieten, Unterhaltsarbeiten, der technische Betrieb, Lebensmittel, Materialen, Projekte, Ausflüge und Direktunterstützungen an Bedürftige werden erst dadurch ermöglicht. Dienstleistungen bieten wir nach dem KAHNU Prinzip an: „Kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.“

Wir bieten…
… Hygienestation und Kleiderausleihe. BesucherInnen bieten wir die Möglichkeit zu duschen oder ein Bad zu nehmen. Mehrmals in der Woche können Kleider gewaschen und bei Bedarf ausgetauscht werden. Dank Spenden können wir unsere Kleiderfonds vorzu erweitern und einigen Menschen in spektakulären Lebenssituationen immer wieder Kleidung, Schuhe und warme Decken mitgeben.

 

 

Es entsteht eine Sozialraumkarte welche von Jeannine Weibel erstellt wird. Spannend :-) 

Impressionen im und ums Haus Zueflucht

Urs Kehl hat in der letzten Zeit im und um das Haus Zueflucht Bilder gemalt. Hier seine kurzen Kommentare zu den Bildern. Die Bilder können auch gekauft werden, der Erlös geht an www.fraga.ch

Im Video Clip rechts das Zeugnis von Marcel Lauper einem Bewohner im Haus Zuelfucht...

Im und um das Haus Zueflucht geschieht folgendes:

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Wohngruppe, Mittagstisch, Anlaufstelle, Lebenshilfe, Bienenzucht, Prävention, Aufsuchende Gassenarbeit, Vorträge, Projekt Lauper

Bring uns Hoffnung...

...sagte vor Jahren eine Drogenabhängige auf dem Platzspitz zu Beno Kehl.

Der Verein Franziskanische Gassenarbeit wurde im Jahr 2000 gegründet, um gemeinsam mit Betroffenen neue Lebensperspektiven zu erarbeiten. Dabei orientieren wir uns am franziskanisch geprägten Menschenbild, das uns motiviert, jedem Menschen immer wieder neue Chancen zu ermöglichen.

Wir unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen und suchen mit ihnen Hoffnung und Perspektiven durch

  • Umstieg von einem Leben auf den Gassen der Welt in ein Leben, wo man zu Hause sein kann.
  • Ausstieg aus einem Leben, das von Sucht, Gewalt und Verwahrlosung geprägt ist, hin zu einem Leben, das von (innerer) Zufriedenheit geprägt ist.
  • Abstieg von unerfüllbaren Wünschen hin zu realistisch erreichbaren Zielen.
  • Aufstieg durch die Annahme und Umsetzung der Herausforderungen hin zu einer grösstmöglichen Selbstständigkeit.