Schnupperbericht Timon

Meine Schnuppererfahrungen im Haus Zueflucht              

Heute vor einer Woche, am 21. September 2017, kam ich mit gemischten Gefühlen zum ersten Mal in das Haus Zueflucht. Einerseits verspürte ich eine gewisse Vorfreude auf die verschiedenen Persönlichkeiten, mit denen ich in Kontakt treten würde. Anderseits wusste ich nicht genau, was mich erwarten wird. Als erstes wurde mir das ganze Haus gezeigt. Danach konnte ich bei verschieden Arbeiten wie dem Putzen von Treppen, dem Streichen von Fenstern und Reparieren von Lampen mithelfen. Am Mittag assen dann die Obdachlosen, die Bewohner und das ganze Team inklusive mir zusammen. Das Klima zwischen den verschiedenen Menschen war ausserordentlich gut und daher gab es keinerlei Streitereien und andere Uneinigkeiten. Eigentlich wollte ich nur zwei Tage schnuppern, aber ich verstand mich mit dem Team der FRAGA ausgezeichnet. Darum entschied ich mich dafür, zusätzlich fünf weitere Tage im Haus Zueflucht zu schnuppern. Im Verlauf dieser Woche kam ich vermehrt in Kontakt mit den Mitbewohnern. Die einen erzählten mir ihre Lebensgeschichte. Die einen hatten eine schwierige Kindheit, in der sie schon als kleine Kinder von den eigenen Eltern geschlagen wurden. Andere hatten schwerwiegende Schicksalsschläge, die sie mit Drogen- und Alkoholkonsum verdrängen wollten. Dadurch wurde mir ein weiteres Mal bewusst, wie dramatisch die Auswirkungen von Suchtmitteln sind. Mit diesen Bewohnern habe ich grosses Mitgefühl. Trotzdem bewundere ich an diesen Menschen, dass sie offen und ehrlich über ihre schwierige und traurige Vergangenheit reden können. In den Schnuppertagen machte ich viele eindrückliche Erfahrungen.

Mein Fazit:

Da es mein Ziel ist, eine Ausbildung als Fachmann Betreuung zu machen, haben mich die Schnuppertage dazu inspiriert, dass dies der richtige Weg für mich ist.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Beno Kehl, der mich hier mit offenen Armen empfing. Genau das gleiche gilt auch für das restliche Fraga-Team. Ich durfte mit allen spannende Gespräche führen und bekam wertvolle Tipps. Ich wünsche dem FRAGA-Team weiterhin viel Herzblut für die Arbeit und den Bewohnerinnen und Bewohnern täglich viel Kraft für die Bewältigung ihres Schicksals.